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STERNBEDECKUNGEN DURCH DEN MOND

REGULUS (Sternbild Löwe), ALDEBARAN (Sternbild Stier), SPICA (Sternbild Jungfrau) und ANTARES (Sternbild Scorpion) sind die 4 Sterne der ersten Größenklasse, die nahe genug an der Ekliptik liegen, um gelegentlich vom Mond bedeckt zu werden. Da die scheinbare Flächenausdehnung der Sterne wegen ihrer ungeheuer großen Entfernung näherungsweise mit Null gleichgesetzt werden kann, verschwinden sie schlagartig, in Sekundenbruchteilen, hinter dem Mondrand und tauchen genauso plötzlich wieder auf. Sternbedeckungen durch den Mond wiederholen sich in einem Rhythmus von 18.6 Jahren; dies ist die Zeit, in der eine Knotendrehung der Mondbahn erfolgt. Die Bedeckungen finden in Serien statt, bei denen es über eine Reihe von Monaten oder - im Fall von Aldebaran - sogar von mehreren Jahren hinweg bei jedem Umlauf des Mondes zu einer Bedeckung kommt. Wegen der großen Parallaxe des Mondes sind die Bedeckungen aber - ähnlich wie Sonnenfinsternisse - nur von einem kleinen Teil der Erdoberfläche aus beobachtbar (Übersicht für das aktuelle Jahr von der IOTA). Oftmals finden sie auch am Taghimmel statt, wo sie nur mit Hilfe optischer Geräte verfolgt werden können. In den 18 Jahren von 1974 bis 1992 z.B. waren laut "Himmelsjahr" von Deutschland aus 25 Bedeckungen der 4 hellen Sterne mehr oder weniger gut beobachtbar (17 x Aldebaran, 3 x Regulus, 3 x Spica, 2 x Antares). Hier sind einige Links zu Beobachtungsberichten über die Sternbedeckungen in den späten 1990er-Jahre:

Von 2001 bis 2020 können in Mitteleuropa 11 Bedeckungen des Aldebaran, 4 des Regulus, 3 des Antares und 1 der Spica beobachtet werden. Nimmt man noch die Sterne bis zur 3. Größenklasse (3.0 mag) hinzu, so kommen wir für die Jahre 2001 bis 2020 immerhin auf 47 Sternbedeckungen durch den Mond, die mit dem bloßem Auge oder einem kleinen Fernglas zu verfolgen sind.

BEDECKUNGEN VON STERNEN BIS ZUR 3. GRÖSSE IN MITTELEUROPA VON 2001 BIS 2020
(Berechnungen und Diagramme mit Win-OCCULT v2.0.1 und OCCULT 4.0)
DATUM STERN HELLIGKEIT INFOS
03.03.2001 Zeta Tauri 3.0 mag Diagramm
12.09.2001 My Geminorum 2.9 mag Diagramm

05.03.2002 Beta Scorpii 2.6 mag Diagramm
12.10.2002 Sigma Sagittarii 2.1 mag Diagramm

18.04.2003 Alpha Librae 2.8 mag Diagramm
11.06.2003 Alpha Librae 2.8 mag Diagramm

14.01.2004 Gamma Virginis 2.8 mag Diagramm Bericht
14.02.2004 Delta Scorpii 2.3 mag Diagramm Bericht

04.02.2005 Antares 1.1 mag Diagramm Vorschau Bericht
26.04.2005 Antares 1.1 mag Diagramm Vorschau Bericht

14.05.2006 Pi Scorpii 2.8 mag Diagramm Bericht
07.07.2006 Pi Scorpii 2.8 mag Diagramm Bericht
12.09.2006 Eta Tauris 2.9 mag Diagramm Bericht
04.12.2006 Eta Tauris 2.9 mag Diagramm Bericht

30.03.2007 Regulus 1.4 mag Diagramm Vorschau Bericht
07.10.2007 Regulus 1.4 mag Diagramm Vorschau Bericht

29.02.2008 Tau Scorpii 2.8 mag Diagramm Bericht
23.08.2008 Eta Tauris 2.9 mag Diagramm Bericht
13.11.2008 Eta Tauris 2.9 mag Diagramm Bericht

12.04.2009 Pi Scorpii 2.8 mag Diagramm Bericht
03.07.2009 Pi Scorpii 2.8 mag Diagramm Bericht
18.07.2009 Eta Tauris 2.9 mag Diagramm Bericht
21.10.2009 Antares 1.1 mag Diagramm Vorschau Bericht

09.03.2010 Lambda Sagittarii 2.8 mag Diagramm Bericht
28.10.2010 My Geminorum 2.9 mag Diagramm Bericht
21.12.2010 My Geminorum 2.9 mag Diagramm Bericht

25.04.2012 Zeta Tauri 3.0 mag Diagramm Bericht

18.07.2013 Beta Scorpii 2.6 mag Diagramm Bericht
02.11.2013 Spica 1.0 mag Diagramm Vorschau Bericht

25.02.2015 Aldebaran 0.9 mag Diagramm Vorschau (EarthSky) Bericht
08.08.2015 Aldebaran 0.9 mag Diagramm Bericht
29.10.2015 Aldebaran 0.9 mag Diagramm Bericht
23.12.2015 Aldebaran 0.9 mag Diagramm Bericht

20.01.2016 Aldebaran 0.9 mag Diagramm Bericht
13.12.2016 Aldebaran 0.9 mag Diagramm

05.02.2017 Aldebaran 0.9 mag Diagramm
06.11.2017 Aldebaran 0.9 mag Diagramm
08.12.2017 Regulus 1.4 mag Diagramm
31.12.2017 Aldebaran 0.9 mag Diagramm

01.02.2018 Regulus 1.4 mag Diagramm
23.02.2018 Aldebaran 0.9 mag Diagramm
22.03.2018 Aldebaran 0.9 mag Diagramm
08.04.2018 Pi Sagittarii 2.9 mag Diagramm

19.10.2019 Zeta Tauri 3.0 mag Diagramm
16.11.2019 My Geminorum 2.9 mag Diagramm

09.01.2020 My Geminorum 2.9 mag Diagramm
21.10.2020 Lambda Sagittarii 2.8 mag Diagramm

Der oben mehrfach aufgeführte Eta Tauris ist der hellste Stern der Plejaden. Bedeckungen dieses bekanntesten und schönsten Sternhaufens haben ihren ganz eigenen Reiz; im Fernglas kann man verfolgen, wie binnen weniger Stunden zahlreiche Sterne hinter dem Mond verschwinden und wieder auftauchen (detaillierte Vorschau als Beispiel, Bericht, Fotos). In den Jahren 2005 bis 2010 kam es zu einer Serie von Plejaden-Bedeckungen; In unserer Tabelle sind nur die Fälle aufgeführt, in denen dabei auch Eta Tauris bedeckt wurde. Informationen über alle Plejadenbedeckungen gab es auf Spezialseiten der WAA (deutsch), von Space.com (englisch) und natürlich von der IOTA (englisch).