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VENUSBEDECKUNG AM 21.05.2004

Die erste seit 2 Jahren von Mitteleuropa aus beobachtbare Planetenbedeckung fand in den Mittagsstunden des 21.05.2004 statt (Sichtbarkeitsdiagramm). Ein Fall für Spezialisten? Nein, denn es war die helle Venus, die hinter dem zunehmenden Mond verschwand. Da der Eintritt am dunklen Mondrand erfolgte, sollte sich das Ereignis bei klarem Himmel problemlos mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop verfolgen lassen, zumal es sich in etwa 60 Grad Höhe über dem Horizont abspielte. Bei stärkerer Vergrösserung bot sich ein phantastischer Anblick: Neben der nach Osten geöffneten schmalen Mondsichel stand die viel kleinere, ebenfalls sehr schmale und in die gleiche Richtung orientierte Sichel unseres Nachbarplaneten. Da die Venus nur noch 20 Tage von ihrer unteren Konjunktion entfernt war, betrug der Winkeldurchmesser des Planeten etwa 50 Bogensekunden. Mit einer Helligkeit von etwa -4.4mag war er - klaren Himmel vorausgesetzt - übrigens auch problemlos mit bloßem Auge neben dem Mond zu finden.
Insgesamt handelte es sich sicher um optimale Umstände für eine Taghimmelbedeckung. Der Beobachtungsort wurde am besten so gewählt, dass die Sonne, die rund 20 Grad vom Mond entfernt stand, durch ein Gebäude verdeckt wurde. Zum einen konnte man dann Mond und Venus besser sehen, zum anderen schaltete man das Risiko aus, versehentlich die Sonne ins Objektiv zu bekommen.

Wir haben für Sie eine GIF-Animation erstellt, um Ihnen den Ablauf der Venus-Bedeckung zu verdeutlichen:
Gesamtverlauf der Bedeckung (99 kb)

So schön das alles in der Theorie klang, so schwierig war es in der Praxis: das Wetter verursachte für die meisten Mitteleuropäer mal wieder eine Bedeckung aller Himmelskörper.


Satellitenbild (Infrarot, Ausschnitt) von NOAA 17 vom 21.05.2004, 11.29 UT
Satellitenbild (Infrarot, Ausschnitt) von NOAA 17 vom 21.05.2004, 11.29 UT.
Image courtesy to Dundee Satellite Receiving Station, Dundee University, Scotland.

Während der Mond sich von West nach Ost von der Sonne entfernte, steuerte die Venus von Ost nach West scheinbar auf unser Zentralgestirn zu; und der Eindruck trog nicht: bei der bevorstehenden unteren Konjunktion zog unser Nachbarplanet vor der Sonnenscheibe her. Dieser Venustransit ist ein Ereignis, das ungleich seltener als alle Planetenbedeckungen ist.

VORBERICHTE
Astronomi.no: Andre fenomener
Astroverein Halle: Die Venusbedeckung am 21. Mai 2004
Alexander Birkner: Die Venusbedeckung durch den Mond am 21. Mai 2004 (Vorbericht)
Herbert Raab: Animation (GIF) der Bedeckung
Space.com: Moon and Venus Dance, Cross Paths Friday
WAA: Bedeckung der Venus durch den Mond
BERICHTE, FOTOS & VIDEOS
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