Piercing: Arten, Schmuck & Pflege bei Planetenbedeckung.de

Du willst deinen Look schärfen, dich ausdrücken, vielleicht sogar ein bisschen rebellieren – und dabei etwas schaffen, das bleibt? Willkommen bei Planetenbedeckung.de. Hier verbinden wir Handwerk, Stil und Verantwortung. In diesem Gastbeitrag geht’s ganz konkret um Piercing: Arten, Schmuck & Pflege. Wir nehmen dich mit von der Idee über Materialwahl und Oberflächenfinish bis zur Pflege-Routine. Du bekommst Werkstattwissen, das dir hilft, Entscheidungen zu treffen – und (nur bei vollständig verheilten Piercings) deinen eigenen Piercingschmuck zu bauen, der passt, hält und sich gut anfühlt. Klingt gut? Dann lass uns anfangen – mit einem klaren Ziel: schöner Schmuck, glückliche Haut.

Wichtig vorab: Stechen, Dehnen, medizinische Nachsorge – all das gehört zu Profis. Wir fokussieren uns auf das, was du mit eigenen Händen sicher tun kannst: planen, fertigen, pflegen. So bleibt Piercing: Arten, Schmuck & Pflege kein Buzzword, sondern gelebte Praxis.

Wenn du dir zunächst einen Überblick über die klassischen und trendigen Ohrpositionen verschaffen willst, lohnt sich ein Blick auf Ohrpiercing Arten & Platzierungen. Dort findest du kompakt erklärt, welche Stellen wie reagieren, was stilistisch harmoniert und worauf du beim Kombinieren achten solltest. Mit diesem Wissen im Rücken triffst du Entscheidungen, die zu deinem Alltag passen – und du planst deinen Schmuck von Anfang an mit Blick auf Komfort und Langlebigkeit.

Für alle, die mit dem Gesicht spielen wollen, sind die Möglichkeiten an der Nase besonders vielseitig: Nostril, High Nostril oder Septum – jede Variante hat ihren eigenen Charakter. In der Praxis helfen dir die Nasen- und Septum Piercing Varianten bei der Auswahl, denn dort geht es um Proportionen, Alltagstauglichkeit und Kombis, die wirken. So gehst du vorbereitet ins Studio und kannst später gezielt passenden Schmuck bauen.

Nabelpiercings sind ein Klassiker – aber nicht jeder Nabel ist gleich, und die Heilung hat ihre Tücken. Genau deshalb empfehlen wir dir den Leitfaden Bauchnabelpiercing Heilung & Pflege. Du erfährst, wie lange typische Phasen dauern, was du im Alltag vermeiden solltest und wann ein Wechsel realistisch ist. Das spart Nerven und schützt vor unnötiger Reibung, besonders wenn du später auf DIY-Schmuck umsteigen möchtest.

Ein sensibles Kapitel – und darum umso wichtiger – ist der Intimbereich. Hygiene, passende Materialien und eine ruhige, informierte Vorgehensweise sind hier das A und O. Der Ratgeber Intimpiercing Sicherheit & Hygiene legt sauber dar, welches Verhalten die Abheilung unterstützt und welche Mythen du getrost vergessen kannst. So bleibt dein Fokus auf Wohlbefinden, Selbstbestimmung und verantwortungsvollem Umgang mit deinem Körper.

Ohne richtige Maße wird aus guter Idee schnell ein Scheuerpunkt. Deshalb ist die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl ein Pflichtstopp vor jedem Kauf oder DIY-Projekt. Du bekommst dort eine klare Orientierung, wie Gauge und Millimeter zusammenhängen, welche Größen in welchen Regionen üblich sind und wie du sauber misst. Das Ergebnis: bessere Passform, weniger Reizung und ein Schmuckstück, das wirklich sitzt.

Wenn du zusätzlich visuelle Inspiration suchst oder einfach sehen willst, wie Storytelling und Handwerk in der kreativen Szene zusammenspielen, dann lohnt der Abstecher zu https://lfrenchillustration.com. Auch wenn es thematisch breiter ist, kannst du dir dort feines Gespür für Komposition, Materialien und Texturen abholen – und genau das hilft später, wenn du deinen Piercingschmuck gestaltest, fotografierst oder in Sets kombinierst.

Piercing-Arten im Überblick: Ohr, Nase, Lippen & Körper – was passt zu deinem Stil?

Der passende Piercing-Typ ist immer eine Mischung aus Anatomie, Alltag und persönlichem Stil. Manche Stellen sind robust und verzeihen viel. Andere sind sensibel, bewegen sich ständig oder liegen an Kanten, die Reibung erzeugen. Dein Ziel: Schmuck, der mit dir lebt – nicht gegen dich. Hier ein Überblick mit Werkstattbrille, damit Piercing: Arten, Schmuck & Pflege für dich greifbar wird.

Ohr: Lobe, Helix, Tragus, Conch, Rook, Daith, Industrial

  • Ohrläppchen (Lobe): Vielseitig und anfängerfreundlich. Stecker mit flacher Rückplatte (Labret-Style) sind alltagstauglich, feine Ringe minimalistisch. Für einen ruhigen Look wähle kleine, hochpolierte Tops; für Statement-Styles setze auf strukturierte Clicker.
  • Helix/Forward Helix: Dünne Ringe oder kleine Clicker funktionieren gut, ebenso Labrets. Achte auf absolut glatte Kanten – hier bewegen sich Haare, Mützen und Brillen entlang.
  • Tragus/Anti-Tragus: Platz ist knapp, also: kompakte Tops, flache Rückplatten. Threadless oder internes Gewinde schont die Haut beim Einsetzen.
  • Conch: Entweder ein Stecker mit klarer Form, oder der große Conch-Ring – ein Hingucker, der gut geplant sein will. Gewicht und Innendurchmesser sorgfältig wählen.
  • Rook/Daith: Gebogene Schmuckformen oder Clicker sind komfortabel. Auf bündige Segmente achten, damit nichts piekst.
  • Industrial: Langer Barbell, perfekt ausgerichtet. Hier sind Länge, Gewindequalität und Politur nicht verhandelbar.

Nase: Nostril & Septum

  • Nostril: Labret-Stecker mit flacher Platte und sanftem Top oder sehr feine Ringe. Ringe brauchen saubere Spaltfreiheit – je bündiger, desto gemütlicher.
  • Septum: Clicker sind praktisch und schnell gewechselt; segmentierte Ringe wirken klassisch. Achte auf ausgewogene Proportionen zum Gesicht – zu klein wirkt gequetscht, zu groß kippt.

Lippenbereich: Labret, Medusa (Philtrum), Vertical Labret

  • Labret/Side Labret: Threadless-Systeme sind smooth. Flache Rückplatten schonen Zahnfleisch und Zähne – dein Zahnarzt nickt mit.
  • Medusa: Dezente Tops, kein Überstand, weiche Kanten. Die Oberlippe bewegt sich viel – Komfort first.
  • Vertical Labret: Curved Barbell in der richtigen Länge, damit beim Sprechen nichts drückt. Polierte Enden sind Pflicht.

Körper: Nabel, Brustwarze, Augenbraue, Oberflächenpiercings

  • Nabel: Bananas/Curved Barbells. Die Krümmung sollte anatomisch folgen – zu steil drückt, zu flach kippt.
  • Brustwarze: Gerade Barbells, gern mit flachen Discs statt Kugeln, damit nichts hängen bleibt. Innengewinde oder threadless mindern Reizungen.
  • Augenbraue: Leichte, kurze Curved Barbells. Ringe nur, wenn es wirklich passt.
  • Oberflächenpiercings/Dermal Anchors: Spezialisten-Thema. Schmuck und Setzen gehören in Profi-Hände. DIY-Schmuck ist hier nicht zu empfehlen.

Werkstatt-Faustregel: Je sensibler der Bereich, desto wichtiger sind niedrige Gewichte, perfekte Politur und eine Mechanik, die ohne Gewalt funktioniert. So bleibt Piercing: Arten, Schmuck & Pflege ein Erfolg – auch nach Monaten.

Schmuckmaterialien für Piercings: Titan, Niobium, Gold & Bioplast – Materialtipps aus der Planetenbedeckung-Werkstatt

Material ist mehr als Optik. Es beeinflusst Gewicht, Hautfreundlichkeit, Bearbeitbarkeit und Haltbarkeit. In der Praxis haben sich vier Gruppen bewährt. Hier kommt der Werkstattblick – klar, ehrlich, auf Langlebigkeit getrimmt.

Material Eigenschaften Werkstatt-Tipp Typische Einsätze
Titan (implantatgeeignet) Sehr biokompatibel, leicht, korrosionsfest; lässt sich anodisieren (Farbspiele ohne Farbe). Sauber arbeiten: Schneiden und Polieren erfordern Geduld. Electropolishing glättet Mikrorauheiten. Allround: Ringe, Barbells, Clicker-Bügel, Tops. Ideal für sensible Haut.
Niobium Nickelfrei, gut formbar, anodisierbar; samtig beim Tragen. Perfekt für nahtlose Ringe. Biege in kleinen Schritten und poliere Kanten gründlich. Feine Ringe für Nase, Ohr; leichte Designs mit Farbakzent.
Gold (14–18 kt, nickelfrei) Warm, wertig, sehr gut polierbar; schwerer als Titan/Niobium. Nicht überbiegen – weicher als Titan. Perfekt für Tops und Clicker-Segmente. Premium-Looks in verheilten Piercings; dezente bis luxuriöse Details.
Bioplast/PTFE Flexibel, leicht, metallfrei; je nach Produkt begrenzte Hitzebeständigkeit. Nur Qualitätsware; Kanten sorgfältig entgraten. Herstellerhinweise zur Reinigung beachten. Sport, temporäre Anwendungen; sensible Bereiche (verheilt).
Chirurgenstahl (implantatgeeignet) Robust und glänzend, etwas schwerer; nur geprüfte Qualitäten verwenden. Maximale Politur; kritische Kanten entschärfen. Bei sehr sensibler Haut lieber Titan/Niobium. Ringe, Barbells, Clicker mit langlebiger Mechanik.

Merke: Kontaktflächen – also Ringkanten, Rückplatten, Gewindeeinstiege – brauchen das beste Finish. Hier entscheidet sich, ob dein Schmuck nach ein paar Stunden vergessen wird, weil er so bequem ist, oder dauernd erinnert, weil er stört.

DIY-Piercingschmuck herstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ringe, Barbells und Clicker (nur für verheilte Piercings)

Handwerk lebt von Übung und Respekt vor Material und Körper. Bitte setze DIY-Schmuck ausschließlich in vollständig verheilte Piercings ein. Niemals selbst stechen, niemals in frische Piercings einsetzen. Wenn du bei Gewinden oder Mechaniken unsicher bist, lass einzelne Schritte von einem Fachbetrieb erledigen. So bleibt das Projekt freudig – und sicher.

Werkzeuge & Vorbereitung

  • Material: Titanstab (für Stäbe), Titan- oder Niobiumdraht (für Ringe), ggf. Gold für Tops/Segmente.
  • Werkzeuge: Rundzange, Flachzange mit glatten Backen, Ringdorn/Triboulet, Feinsäge, Feilen, Schleifpapiere bis 3000er, Poliermop/Polierpaste, optional Tumbler.
  • Messtechnik: Schieblehre/Mikrometer, Markierstift, Winkelkontrolle.
  • Mechaniken: Threadless-Pins und Hülsen, Gewindeschneider/Schneideisen nur mit Erfahrung.
  • Reinigung: Ultraschall, milder Reiniger, Isopropanol zum Entfetten vor der Endreinigung.
  • Schutzausrüstung: Schutzbrille, Handschuhe, gute Beleuchtung – Werkstatt-Standard.

Nahtlose Ringe und Segmentringe

Planung & Zuschnitt

  1. Innendurchmesser (ID) bestimmen: Nostril meist 7–9 mm, Helix 6–8 mm, Septum 8–10 mm – dein Gesicht, deine Ohren und dein Komfort geben den Ton an.
  2. Draht ablängen: Die Federwirkung des Metalls einplanen. Ein Hauch kleiner biegen, der Ring “springt” beim Entspannen etwas auf.

Biegen & Anpassen

  1. Gleichmäßig auf dem Ringdorn runden. Lieber fünf kleine Biegungen als eine große – das Metall dankt es dir.
  2. Enden planen: Stirnflächen feilen, Kanten minimal brechen. Ziel: Spalt so klein, dass du ihn fühlen, aber kaum sehen kannst.

Segmentlösung & Politur

  1. Segment herausarbeiten: Der Ring schließt fast ganz; ein passgenaues Teil wird entnehmbar. So erreichst du sicheren Sitz und leichtes Einsetzen.
  2. Polieren: Körnung für Körnung bis zum Spiegelglanz. Keine Kratzer, keine Grate, keine “scharfen” Übergänge.
  3. Reinigen: Entfetten, ultraschallreinigen, trocknen. Erst dann testen.

Captive Bead Ring (BCR)

  1. Ring wie oben fertigen, einen minimalen Spalt lassen.
  2. Kugel vorbereiten: Mulden bohren/ansenken, in die die Ringenden einrasten.
  3. Spannung feinjustieren: Der Ring soll die Kugel halten, aber lösen lassen – kein Kraftakt beim Öffnen.
  4. Endpolitur & Reinigung nicht vergessen.

Gerader Barbell (Stecker) – threadless oder intern

  1. Länge festlegen: Genug Spiel, damit nichts drückt; zu viel Spiel führt zu Bewegung und Reibung. Finde den “Sweet Spot”.
  2. Stab ablängen und entgraten: Enden weich fasen, Kanten kontrollieren.
  3. Threadless: Einen leichten Konus am Pin erzeugen; Reibpassung so einstellen, dass der Top sicher hält und sich dennoch lösen lässt.
  4. Internes Gewinde (fortgeschritten): Kernloch bohren, Gewinde sauber schneiden, Ein- und Ausläufe polieren. Externe Gewinde sind beim Einsetzen oft rau – vermeiden, wenn möglich.
  5. Endstücke: Kugeln oder flache Discs mit spiegelglatter Kontaktfläche herstellen oder zukaufen.
  6. Finish & Reinigung: Erst wenn alles glatt ist, darf geputzt werden; erst wenn alles sauber ist, darf getestet werden.

Clicker (Scharnierring) – für Geduldige

  1. Grundring wie Segmentring anlegen, Bereiche für Scharnier und Rastung definieren.
  2. Mini-Scharnier auf Pin setzen, Toleranzen eng halten. Das “Klick” muss sitzen – hörbar, spürbar, sicher.
  3. Rastmechanik mit kleiner Nase/Vertiefung formen, Kanten maximal entschärfen.
  4. Montage testen, dann feinpolieren – besonders am Scharnierkanal.

Rule of thumb: Wenn du eine Kante fühlst, fühlt deine Haut sie zehnmal stärker. Kein Tragtest ohne kompromisslose Politur. Das gehört zur DNA von Piercing: Arten, Schmuck & Pflege im DIY-Bereich.

Oberflächenfinish, Politur & Gewindearten: So machst du Piercingschmuck hautfreundlich und langlebig

Ein edles Material mit einer schlechten Oberfläche ist wie ein Sportwagen mit eckigen Rädern. Es sieht gut aus, fährt aber nicht. Die gute Nachricht: Mit System kommst du zu Oberflächen, die die Haut lieben.

Finish in Stufen denken

  • Formgebung: Spannungsfrei biegen, sauber ausrichten. Kein Verzug in der Linie.
  • Schleifen: Von grob zu fein (z. B. 400 → 800 → 1200 → 2000/3000). Kratzer vollständig entfernen, nicht “überschminken”.
  • Polieren: Passende Pasten und Mop-Kombis wählen; Titan/Niobium brauchen mehr Zeit als Gold.
  • Electropolishing (optional, metallabhängig): Glättet Mikrorauheit, verbessert Korrosionsverhalten.
  • Passivierung (materialabhängig): Restionen entfernen, Oberflächenschutz steigern.
  • Reinigung: Ultraschall, klares Spülen, fusselfrei trocknen. Erst dann in die Nähe der Haut.

Gewindearten und Mechaniken

  • Internes Gewinde: Der Stab bleibt außen glatt – hautfreundlich beim Einsetzen. Kanten am Einstich absolut entgraten.
  • Externes Gewinde: Oldschool, aber oft ruppig zur Haut. Wenn unvermeidbar, mit Einführhülse arbeiten.
  • Threadless (Press-Fit): Glatte Stäbe, flexibler Pin am Top. Komfortabel und sicher, wenn die Reibpassung stimmt.
  • Clicker/Segmente: Mechanik muss spielfrei schließen. Je bündiger, desto besser für die Haut.

Qualitätskontrolle wie im Studio

  • Fingernagel-Test: Streiche über jede Kante. Der Nagel bleibt nirgends hängen.
  • Lupenblick: Mikrokratzer an Kontaktflächen? Nacharbeiten.
  • Mechanik-Check: Mehrfaches Öffnen/Schließen ohne Kraftaufwand und ohne fühlbaren Spalt.
  • Reinigung: Nach jedem Feinschliff erneut reinigen – Polierreste haben an der Haut nichts verloren.

Pflege & Hygiene: Nachsorge bei frischen Piercings und Reinigung von DIY-Schmuck

Pflege rettet Erfahrungen. Gute Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen “läuft seit Jahren” und “nervt seit Wochen”. Trenne klar: Was braucht ein frisches Piercing – und was braucht dein Schmuck?

Nachsorge bei frischen Piercings (vom Profi gestochen)

  • Hände weg – im besten Sinne: Berühre das Piercing nur mit frisch gewaschenen Händen. So wenig wie möglich.
  • Reinigung: 1–2 Mal täglich mit steriler, isotoner Kochsalzlösung spülen. Keine aggressiven Mittel, kein Alkohol, kein Wasserstoffperoxid.
  • Trocknen: Sachte abtupfen, nicht reiben. Textilfasern fernhalten.
  • Alltag anpassen: Druck und Reibung vermeiden; beim Schlafen Position wechseln; Sport, Sauna, Pool für die Anfangszeit kritisch prüfen.
  • Warnzeichen ernst nehmen: Starke anhaltende Schmerzen, Hitze, Eiteraustritt – bitte professionell checken lassen.

Reinigung & Pflege von DIY-Schmuck (für verheilte Piercings)

  • Regelmäßig abnehmen (wenn möglich) und außerhalb des Körpers mit milder Seife reinigen, anschließend gründlich spülen und trocknen.
  • Ultraschall nutzt Kapillareffekte, um Ablagerungen zu lösen. Danach mit klarem Wasser spülen.
  • Materialgerecht desinfizieren: Titan/Niobium/geeigneter Stahl sind robust; Gold behutsamer, Bioplast nicht heiß behandeln, wenn der Hersteller das nicht freigibt.
  • Mechaniken prüfen: Clicker schließen satt; Gewinde laufen leicht; nichts klemmt, nichts wackelt.
  • Kein Scheuermittel: Kratzer sehen nicht nur schlecht aus – sie fühlen sich noch schlechter an.

Troubleshooting im Alltag

  • Rötung ohne Schmerz? Meist Reibung. Lösung: Passform prüfen, leichteres Top, bessere Politur.
  • Ziehen beim Einsetzen? Threadless-Fit zu stramm oder Kante am Einstieg – neu justieren/polieren.
  • Schmuck dreht sich ständig? Überlänge oder zu großer ID. Kürzen bzw. engeren Ring testen.

Wechsle Schmuck erst, wenn die Stelle komplett verheilt ist. Der erste Wechsel gelingt stressfrei mit Unterstützung im Studio – vor allem an schwer erreichbaren Stellen.

Größen, Stärken (Gauge) & Passform: richtig messen, biegen und anpassen – Werkstattpraxis bei Planetenbedeckung

Komfort ist messbar. Zwei Werte zählen immer: Materialstärke (Gauge bzw. Millimeter) und Länge bzw. Innendurchmesser. Wenn du beides im Griff hast, wird Piercing: Arten, Schmuck & Pflege spürbar leichter.

Gauge vs. Millimeter – schnelle Orientierung

Gauge ca. Millimeter Typische Bereiche
20g 0,8 mm Nostril, feine Lobe
18g 1,0 mm Nostril, Ohr
16g 1,2 mm Helix, Tragus, Septum
14g 1,6 mm Nabel, Brustwarze, Zunge
12g 2,0 mm Dehnungen, Conch-Statements

Diese Werte sind Anhaltspunkte. Dein Körper entscheidet. Miss funktionierende Schmuckstücke nach – mit Schieblehre statt Augenmaß.

Innendurchmesser, Länge und “Spiel”

  • Ringe (ID): “Locker, nicht lose.” Kein Kneifen, kein Kippeln. Der Ring darf nicht am Rand schneiden.
  • Gerade Barbells (Länge): In Ruhe minimal Luft zwischen Haut und Endplättchen. Zu kurz drückt, zu lang scheuert.
  • Curved Barbells: Die Krümmung folgt der Anatomie. Miss entlang der Sehne, nicht “in der Luft”.

Richtig biegen – so vermeidest du Stress im Material

  • Zangen mit glatten Backen verwenden; bei heiklen Oberflächen mit Klebeband schützen.
  • Mehrere kleine Biegungen verteilen die Belastung. Ein “Hauruck” macht Macken.
  • Rückfederung einkalkulieren: Besonders Titan springt leicht zurück. Etwas kleiner biegen, dann auf Maß bringen.
  • Nach jeder Anpassung die Kanten prüfen und nachpolieren – sonst spürt die Haut jeden Arbeitsschritt.

Passform-Check in fünf Schritten

  1. Kein Druckpunkt in Ruhe oder Bewegung.
  2. Glatte Kontaktflächen ohne fühlbare Kante.
  3. Mechanik hält, ohne Gewalt zu brauchen.
  4. Ausreichend Raum für Reinigung und Luft.
  5. Optik stimmt zu Anatomie und Proportion.

Bonus aus der Werkstatt: Erstelle Schablonen für Ohr und Nase (Foto ausdrucken, Maße notieren). So planst du Sets, bevor du Material zuschneidest. Spart Zeit, Nerven und Rohstoffe.

Mini-Galerie der Ideen: Kombinationen, die in der Praxis funktionieren

Weil Inspiration Teil von Piercing: Arten, Schmuck & Pflege ist, hier ein paar Looks, die wir in der Werkstatt immer wieder feiern – schlicht, tragbar, mit Twist.

  • Conch-Ring in 1,6 mm Stärke plus zarte Helix-Ringe in 1,0–1,2 mm: Spannungsreicher Materialrhythmus.
  • Niobium-Ring in sanfter Anodisierung neben mattiertem Titan-Top: Farbe trifft Technik.
  • Gold-Clicker im Septum, flankiert von minimalistischen Nostril-Steckern: Edel, aber nicht überladen.
  • Industrial klar und gerade, dazu kleine, polierte Tragus-Labets: Linien und Punkte im Dialog.

Häufige DIY-Fehler – und wie du sie ab sofort vermeidest

  • Unsichtbare Grate: Fühlt man erst nach Stunden. Lösung: Höhere Körnung, Nagel-Test, ggf. Electropolish.
  • Falscher Innendurchmesser: Ring kneift oder kippt. Lösung: Vorab mit Drahtmustern testen, dann zuschneiden.
  • Klemmscharnier ohne “Klick”: Unzuverlässig, nervig. Lösung: Toleranzen enger, Nase/Vertiefung präziser fräsen.
  • Ungeeignete Legierung: “Billig glänzt teuer, bis die Haut spricht.” Lösung: Implantatgeeignete Metalle, nickelfreies Gold.
  • Zu schweres Top: Schön, aber auf Dauer müde. Lösung: Gewicht durch Hohlformen oder kleinere Durchmesser reduzieren.

Abschluss & Action: Dein Projekt, dein Tempo – aber mit Plan

Du hast jetzt den Überblick: Piercing-Arten, verlässliche Materialien, solide Werkstattschritte, cleveres Finish, ehrliche Pflege und die Sache mit Maßen und Passform. Genau darum geht es bei Piercing: Arten, Schmuck & Pflege – nicht um Trends für morgen, sondern um Komfort für heute und Langlebigkeit für die nächsten Jahre.

Wenn du loslegen willst, starte klein: Ein nahtloser Ring aus Niobium für ein verheilt getragenes Nostril. Oder ein threadless Top in Titan mit winziger, perfekt polierter Platte. Spüre, wie sich guter Schmuck anfühlt. Sammle Erfahrung. Dann wage den nächsten Schritt. Und wenn etwas nicht 100% sauber wirkt: nacharbeiten oder Profi fragen. Deine Haut wird es dir danken.

Planetenbedeckung.de steht für Handwerk, Herz und das Vergnügen, Dinge selbst zu gestalten. Bleib neugierig, bleib präzise – und hab Spaß am Machen.

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