Piercing-Größen (Gauge) richtig wählen | Planetenbedeckung.de

Du willst Schmuck, der passt, nicht nervt und deinen Stil auf den Punkt bringt? Dann führt kein Weg an der Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl vorbei. Genau darum geht’s in diesem Gastbeitrag für Planetenbedeckung.de: verständlich, praxisnah, mit Humor an den richtigen Stellen – und mit der nötigen Präzision aus der Werkstatt. Du erfährst, wie Gauge und Millimeter zusammenhängen, wie du richtig misst, welches Material sich wann lohnt, welche Stärke an welchen Körperstellen Sinn ergibt und wie du sogar eigenen Schmuck in deiner Wunsch-Gauge baust. Bonus: Vorlagen, Hacks und eine klare Pflege-Route. Lass uns das Mysterium „Gauge“ ein für alle Mal auflösen – damit Komfort, Heilung und Optik Hand in Hand gehen.

Wenn du dir zuerst einen umfassenden Überblick zu Stichen, Heilzeiten und Materialien verschaffen willst, lohnt sich ein Blick auf den großen Grundlagen-Guide Piercing: Arten, Schmuck & Pflege. Der hilft dir, die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl besser einzuordnen: Welche Stärke ist beim Erstschmuck sinnvoll? Wann passt ein Ring besser als ein Stab? Und wieso spielt die Kombination aus Anatomie, Material und Finish eine so große Rolle für Komfort und Heilung?

Gerade an den Ohren entscheidet die Stelle über die richtige Stärke und das Innenmaß. Von Lobe über Helix bis Tragus – jede Platzierung hat ihre Eigenheiten, und genau hier zahlt sich gutes Vorwissen aus. In der Galerie und Übersicht Ohrpiercing Arten & Platzierungen bekommst du Inspiration plus Maßhinweise, die dir die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl leichter machen. So vermeidest du zu knappe Ringe, wackelige Stäbe und unnötige Druckstellen im Alltag.

Besonders sensibel ist das Thema im Genitalbereich, wo Stabilität, Hygiene und Heilung höchste Priorität haben. Stärke, Oberflächenfinish und Materialauswahl wirken sich hier direkt auf den Tragekomfort aus. Lies deshalb unbedingt Intimpiercing Sicherheit & Hygiene, bevor du die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl triffst. Dort findest du Hinweise zu geeigneten Stärken, Pflege-Routinen und typischen Fehlern, die du vermeiden kannst – diskret, klar und praxisnah erklärt.

Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl: Grundlagen und Umrechnungstabelle mm ↔ Gauge

Die wichtigste Basis vor dem Kauf oder DIY-Projekt: verstehen, was Gauge bedeutet. „Gauge“ beschreibt die Drahtstärke – also wie dick der Stab oder Ring ist. Je kleiner die Gauge-Zahl, desto dicker das Material. Klingt paradox? Stimmt, ist aber Alltag im Piercing-Kosmos. 16g (1,2 mm) ist dünner als 14g (1,6 mm). In Europa begegnen dir oft Millimeterangaben, international eher Gauge (GA). Für eine sichere Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl brauchst du beides: die Stärke und – bei Ringen und Barbells – zusätzlich das Innenmaß beziehungsweise die Länge.

Wichtig: Stärke ≠ Innendurchmesser ≠ Stablänge. Ein Segmentring kann 1,2 mm stark sein, aber 8 mm Innenmaß haben. Ein Barbell kann 1,6 mm stark und 14 mm lang sein. Wenn du diese Maße sauber trennst, kaufst du seltener doppelt – und trägst bequemer.

Umrechnungstabelle: Gauge ↔ mm (typische Piercing-Reihe)

Gauge (g) Millimeter (mm) ca. Typische Anwendung
24g 0,50 mm sehr feine Nasenstecker, selten
22g 0,60 mm Nasenstecker minimalistisch
20g 0,80 mm Nostril Standard (sehr häufig)
18g 1,00 mm Nostril, feine Ohrlöcher, dezente Ringe
16g 1,20 mm Helix, Tragus, Labret, Septum, Augenbraue
14g 1,60 mm Zunge, Brustwarze, Industrial, stabile Ringe
12g 2,00 mm Stretching-Stufe, Intim
10g 2,50 mm Stretching, robuste Ringe
8g 3,20 mm Plugs/Expander frühe Stufe
6g 4,00 mm Plugs/Expander, auffällig
4g 5,00 mm Plugs/Expander, massiv
2g 6,00 mm Plugs/Expander, heavy
1g 7,00 mm Zwischenstufe (selten)
0g 8,00 mm stark gedehnte Ohrläppchen
00g 9–10 mm je nach Hersteller

Feinheiten, die dir Ärger ersparen: Hersteller arbeiten mit Toleranzen (±0,1 mm sind üblich). Eloxierte oder PVD-beschichtete Schmuckstücke können minimal dicker ausfallen. Und Achtung Norm: Im Piercing-Bereich orientieren sich die Gauge-Werte meist an AWG (American Wire Gauge), nicht an SWG. Für deine Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl bedeutet das: miss selbst nach, statt dich nur auf Label zu verlassen.

Richtig messen: Schieblehre, Drahtlehre und DIY-Tricks aus der Werkstatt

Messen ist König. Kein Witz: Wer sauber misst, lebt stressfreier. So bekommst du verlässliche Werte, ohne dich zu verkalkulieren.

Stärke bestimmen (Gauge/mm) – so geht’s präzise

  • Digitale Schieblehre: Lege die Messschnäbel weich an den Stab. Kein Pressen, sonst verfälscht es das Maß. Lies zwei Mal ab, um Ausreißer zu vermeiden.
  • Drahtlehre/Lehrplatte: Schmuck in die passende Kerbe legen und die Zahl ablesen. Prüfe, ob die Lehre auf AWG skaliert ist.
  • Bohrer-Referenz (DIY): Halte den Schmuck an den Schaft eines HSS-Bohrers. Steht beides bündig? Durchmesser identisch. Bohrer sind erstaunlich maßhaltig.
  • 3D-gedruckte Lehre: Praktisch für die Werkbank. Kalibriere sie aber mit einem bekannten Referenzmaß (z. B. 1,6 mm Stab vom Studio).

Innenmaß und Länge: Ringe, Hufeisen, Barbells richtig erfassen

  • Ring-Innendurchmesser: Miss quer durch das freie Innenrund, nicht die Außenkante. Trick: Dünnen Draht einlegen, Markierung setzen, abziehen und Länge durch π teilen.
  • Barbell-Länge: Die „Innenlänge“ ist der Abstand zwischen den Auflageflächen der Kugeln. Nicht mit Kugeln messen, sonst kaufst du zu lang.
  • Hufeisen (Circular Barbell): Innenmaß stimmt, wenn die Kugeln beim Anlegen gleichmäßig abstehen und die Enden nicht in die Haut drücken.

Schwellung, Spiel und Komfort – die unsichtbaren Millimeter

  • Frisch gestochen? Plane mehr Platz ein. Zu wenig Spiel = Druck, Irritation, im Worst Case Einwachsen.
  • Abgeheilt? Du darfst enger werden, aber niemals kneifen. Die Haut will frei atmen, auch im Alltag mit Kopfhörern, Mütze oder Sport.
  • DIY-Tipp: Bei Ringen 0,2–0,4 mm Innenmaß-Reserve einplanen. Danach fein polieren – so eliminierst du scharfe Kanten.

Materialkunde für Körperschmuck: Titan, Chirurgenstahl, Niobium und geeignete Gauge-Stärken

Material beeinflusst Tragegefühl, Haltbarkeit, Farbe – und wie leicht du eine Gauge öffnen, schließen, biegen oder polieren kannst. Für eine kluge Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl lohnt sich ein kurzer Material-Check.

Titan (Ti-6Al-4V ELI, Grade 23)

  • Plus: Ultraleicht, korrosionsbeständig, nickelarm – genau, was sensible Haut liebt. Eloxierbar in vielen Farben.
  • Gauge sweet spot: 1,0–1,6 mm für Ringe und Stäbe sehr bewährt. Unter 1,0 mm wird Titan „federig“ – ohne Ringwerkzeug macht’s keinen Spaß.
  • Werkstatt: Nicht löten, sondern kalt formen. Danach fein entgraten und bis Spiegelglanz polieren. Eloxieren nur auf penibel gereinigter Oberfläche.

Chirurgenstahl (316L/316LVM)

  • Plus: Robust, preiswert, gut formbar. Ein echter Allrounder im Alltag.
  • Gauge sweet spot: 0,8–2,0 mm deckt fast alles ab – von Nostril bis Zunge. 1,2/1,6 mm sind die Brot-und-Butter-Stärken.
  • Werkstatt: Mechanische Lösungen bevorzugen (Segmentringe, geschraubte Enden). Politur ist das A und O.

Niobium

  • Plus: Hypoallergen wie Titan, aber weicher zu biegen. Eloxierbar mit intensiven Farben. Traumhaft für handgefertigte Ringe.
  • Gauge sweet spot: 0,8–1,6 mm. Angenehm zu öffnen und zu schließen, auch ohne Profiwerkzeug.
  • Werkstatt: Perfekt für Seamless/Segmentringe. Sauber poliert = butterweiches Einsetzen.

Weitere Optionen kurz bewertet

  • Gold (14k/18k): Edle Optik, sehr hautfreundlich. In feinen Gauges vorsichtig formen; weicher als Stahl/Titan.
  • PTFE/Bioplast: Flexibel und leicht – gut bei Schwellung, im Sport oder bei medizinischen Untersuchungen.
  • Glas (Borosilikat/Quarz): Für Plugs/Tunnels prima, für feine Ringe ungeeignet.
  • Holz/Knochen/Horn: Nur für verheilten Stretch – regelmäßig pflegen und vor Feuchtigkeit schützen.

Körperstellen und Passform: Welche Gauge für Ohrläppchen, Helix, Tragus, Nase, Septum & Co.?

Keine zwei Ohren sind gleich. Keine drei Nasen sowieso. Sieh die folgenden Angaben als solide Richtwerte – die anatomische Realität entscheidet mit. Für frische Piercings gilt: lass dich professionell piercen und Maße mitgeben. So wird die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl später kinderleicht.

Ohren: Lobe, Helix, Tragus, Conch, Rook, Daith

  • Ohrläppchen (Lobe): Start 0,8–1,2 mm (20–16g), getragen häufig 1,0–1,6 mm. Beim Dehnen in 0,5–1,0 mm Schritten mit 6–8 Wochen Pause.
  • Helix/Flat: Meist 1,2 mm (16g). Für mehr Stabilität 1,6 mm (14g). Ringe: Innenmaß ca. 6–8 mm, je nach Rand.
  • Tragus: 1,2 mm (16g) ist Standard. Kurze Labret-Posts sind Kopfhörerfreundlich.
  • Conch: 1,2–1,6 mm. Bei Ringen großzügiger Innendurchmesser, damit der Knorpel nicht gequetscht wird.
  • Rook/Daith: 1,2–1,6 mm. Segmentringe passen oft besser als Seamless, weil sie sauber schließen.

Nase und Mund: Nostril, Septum, Augenbraue, Lippe/Labret, Zunge

  • Nostril: 0,8–1,0 mm (20–18g). Ringe meistens 7–9 mm Innenmaß; Stecker-Längen 6–7 mm.
  • Septum: Häufig 1,2 mm (16g), manchmal 1,6 mm (14g). Hufeisen und Segmentringe mit 8–10 mm Innenmaß sind gängig.
  • Augenbraue: 1,2 mm (16g), Länge 8–10 mm. Sanfte Radien vermeiden Druck.
  • Lippe/Labret: Meist 1,2 mm, Längen nach Heilung 6–8 mm. Innengewinde oder threadless für sanftes Einsetzen.
  • Zunge: 1,6 mm (14g) Standard. Anfangslänge 16–20 mm wegen Schwellung, danach 12–16 mm.

Körper: Brustwarze, Bauchnabel, Intim

  • Brustwarze: 1,6 mm (14g) mit Länge 12–19 mm, je nach Anatomie.
  • Bauchnabel: Meist 1,6 mm (14g). Bananas 8–12 mm Länge, je nach Tiefe des Stichkanals.
  • Intim: Variiert stark. 1,6–2,4 mm sind weit verbreitet. Hier zählt individuelle Beratung doppelt.

Pro-Tipp: Für Ringe rechnest du grob mit Gewebedicke + 1–2 mm Spiel. In Knorpel nie zu knapp – Druck ist der Gegenspieler von gesunder Heilung.

Selbst gemacht: Piercingschmuck in passender Gauge fertigen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du liebst Handwerk und willst exakt die Optik, die du im Kopf hast? Dann ist DIY-Schmuck ein Fest. Wichtig ist nur: für frische Piercings gehört Schmuck sterilisiert und aus implantatgeeigneten Materialien gefertigt. Zuhause eignet sich DIY ideal für verheilte Piercings. Die Formel lautet: Maß + Material + Politur = Komfort.

Projekt A: Segmentring nahtlos – präzise, schlicht, vielseitig

  • Material: Niobium oder Titan in Zielstärke (z. B. 1,2 mm), Runddorn (gewünschtes Innenmaß), Mikrosäge, Nadelfeilen, 2000–5000er Schleifpapiere, Polierpaste, Polierscheibe, Isopropanol.
  • Längenberechnung: Zuschnitt ≈ π × (Innenmaß + Drahtstärke). Beispiel: 8 mm ID bei 1,2 mm Draht → π × 9,2 ≈ 28,9 mm. 0,5 mm Reserve einplanen.
  • Biegen: Draht eng und gleichmäßig um den Mandrel formen. Überlappung markieren.
  • Segment sägen: 3–4 mm Stück heraustrennen, Kanten rechtwinklig feilen, bis das Segment spielfrei schließt.
  • Politur: Alle Flächen bis Spiegelglanz. Finger fühlen mehr als Augen sehen – teste mit der Hautinnenseite.
  • Reinigung: Spülwasser, Ultraschallbad (falls vorhanden), Isopropanol. Staubfrei lagern.
  • Handling: Zum Einsetzen nur minimal spreizen. Zu starkes Verbiegen verzieht den Rundlauf.

Projekt B: Hufeisen (Circular Barbell) mit Kugeln – robust und wandelbar

  • Material: 316LVM oder Titan in 1,2/1,6 mm, Mandrel, Schneideisen/Gewindeschneider passend zu deinen Kugeln, Schneidöl, Poliermittel.
  • Norm-Check: Häufig M0,8 für 1,2 mm Stäbe und M1,2 für 1,6 mm. Kompatibilität prüfen, bevor du schneidest.
  • Formen: U-förmig biegen mit gewünschtem Innenmaß. Enden plan feilen.
  • Gewinde schneiden: Zentrieren, langsam arbeiten, regelmäßig rückwärts drehen, um Späne zu brechen.
  • Finish: Polieren bis hochglänzend, Gewinde mit Bürstchen säubern. Kugeln testweise aufschrauben.

Projekt C: Gerade Barbells – minimalistisch, perfekt für Zunge/Brustwarze

  • Planung: Stärke 1,6 mm, Längen für Zunge nach Abheilung 12–16 mm; für Brustwarze meist 14–16 mm.
  • Herstellung: Stab ablängen, Stirnseiten plan und leicht anfasen (Mikrofasen!). Dann Außen- oder Innengewinde erstellen (Innengewinde ist kanalfreundlicher).
  • Politur: Ohne Kratzer, ohne Grate. Das ist kein Nice-to-have – es entscheidet über Tragekomfort.

Sicherheits-Notiz

Keine rauen Flächen, keine Lötnaht im Stichkanal, keine Lacke. Wenn du unsicher bist, lass dein Werk im Studio checken. Ein kurzer Blick mit Profi-Auge verhindert lange Leidensgeschichten.

Sicherheit und Pflege: Passform, Heilungsphasen und wann du die Gauge wechseln solltest

  • Passform-Check: Nichts darf einschneiden oder dauerhaft drücken. Ringe sollen nicht „in“ die Haut ziehen, Stäbe nicht schräg liegen.
  • Heilungszeit: Weichgewebe 6–12 Wochen, Knorpel 6–12 Monate. Geduld zahlt sich aus – die Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl ist währenddessen stabil zu halten.
  • Upgaugen (dicker): Nur an vollständig verheilter Stelle. Kleine Schritte (z. B. 1,2 → 1,4/1,6 mm) mit großzügigen Pausen.
  • Downgaugen (dünner): Möglich, aber kann Stabilität reduzieren. Bei Ringen droht leichteres Verbiegen.
  • Reinigung: Lauwarmes Wasser und milde, pH-neutrale Seife. Sachte abtrocknen. Keine aggressiven Reiniger an frischen Piercings.
  • Warnsignale: Starke Rötung, pochender Schmerz, Einwachsen, Hitze – entlaste das Areal und hol dir Rat im Studio oder ärztlich.
  • Alltag: Beim Sport, Schlafen, Mützenwetter und Kopfhörer-Einsatz an Reibung denken. Ein smarter Wechsel von Ring zu Stab (oder umgekehrt) kann Stress reduzieren.

Projektideen und Vorlagen: Segmentringe, Hufeisen und Barbells in deiner Wunsch-Gauge

Du willst direkt loslegen? Diese Vorlagen bringen Struktur in deine Werkbank – natürlich anpassbar auf deine Anatomie und deinen Stil.

Segmentring-Vorlagen (Niobium/Titan)

  • 16g (1,2 mm), Innen 8 mm → Zuschnitt ca. 28,9–29,4 mm, Segment 3,0 mm.
  • 16g (1,2 mm), Innen 10 mm → Zuschnitt ca. 35,4–35,9 mm, Segment 3,5 mm.
  • 14g (1,6 mm), Innen 8 mm → Zuschnitt ca. 30,2–30,7 mm, Segment 3,0–3,5 mm.
  • 20g (0,8 mm), Innen 7 mm → Zuschnitt ca. 24,5–25,0 mm, Segment 2,5–3,0 mm.

Hufeisen (Circular Barbell) – Skizzen

  • 16g (1,2 mm), ID 8 mm: Bogenwinkel ca. 240–260°, Schenkellänge je 4–5 mm.
  • 14g (1,6 mm), ID 10 mm: Bogenwinkel ca. 220–240°, Schenkellänge je 5–6 mm.

Gerade Barbells – Längenwahl

  • Zunge 14g: Anfang 18–20 mm, später 14–16 mm. Kugeln 5–6 mm, Gewinde häufig M1,2.
  • Brustwarze 14g: Länge 14–16 mm. Kugeln 4–5 mm – optisch stimmig und angenehm.
  • Labret 16g: Post 6–8 mm nach Abheilung. Mit Innengewinde oder threadless komfortabler.

Werkzeug-Setup für präzise Gauge-Fertigung

  • Ringbieger/Rundzangen, Mandrel-Satz (4–12 mm), digitale Schieblehre, Drahtlehre.
  • Nadelfeilen, Mikrosäge, Schleifpapiere 2000–5000, Poliermotor oder Dremel mit Filz.
  • Bohrer 0,5–2,0 mm, Gewindeschneider M0,8/M1,2, Ultraschallbad, Isopropanol, Nitrilhandschuhe.

Praxis-Shortcuts: So triffst du schnell die richtige Gauge

  • Hast du bereits bequemen Schmuck? Miss die Stärke – das ist dein sicherer Anker.
  • Zwischen zwei Stärken? Für Ringe eher minimal dicker (Formstabilität), für Stäbe meist Standard (1,2/1,6 mm).
  • Verformt sich der Ring beim Öffnen? Härteres Material (Titan) oder stärkere Gauge wählen.
  • Neu gestochen? Lass dir Stärke, Länge/Innenmaß im Studio notieren. Spart Nerven beim Nachkauf.
  • Dehnst du? Mikro-Schritte und Geduld. Dein Gewebe dankt es dir mit schöner, gesunder Form.

FAQ: Häufige Fragen zu Gauge, Passform und DIY

Ist 16g dicker als 18g?
Ja. In der Gauge-Welt gilt: kleinere Zahl = dicker. 16g (1,2 mm) ist dicker als 18g (1,0 mm). Ein Klassiker, der anfangs verwirrt.

Kann ich von 1,0 mm direkt auf 1,6 mm wechseln?
Nicht empfehlenswert. Besser in kleinen Stufen (1,0 → 1,2 → 1,4/1,6) und nur, wenn alles verheilt ist. Sanftes Dehnen = glückliche Haut.

Welche Gauge ist „am sichersten“ für den Alltag?
Für viele Knorpel- und Lippenpiercings hat sich 1,2 mm (16g) bewährt. Für Zunge und Brustwarze 1,6 mm (14g). Am Ende zählt: Anatomie + Passform.

Dünne Ringe verbiegen – was tun?
Wähle ein härteres Material (Titan) oder steig auf eine stärkere Gauge um. Und nutze Ringöffner/-schließer. Deine Fingernägel sind keine Zangen.

DIY-Schmuck in frischen Piercings – ja oder nein?
Besser nein, außer er ist professionell sterilisiert und absolut glatt. Für den Alltag zu Hause eher Schmuck für verheilte Piercings bauen.

Innengewinde, Außengewinde oder threadless – was ist angenehmer?
Innengewinde und threadless (Push-Fit) sind meist sanfter für den Stichkanal. Außengewinde kann beim Einsetzen kratzen, wenn die Kanten nicht perfekt entgratet sind.

Fazit: Gauge bewusst wählen – mit Maß, Material und Methode

Die perfekte Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl ist kein Geheimnis, sondern eine kleine Checkliste: sauber messen, Material passend wählen, Passspiel für Heilung und Alltag einplanen – und bei DIY konsequent polieren. Wenn du diese Schritte beherzigst, bekommst du Schmuck, der sich anfühlt, als wäre er für dich gemacht. Weil er es ist. Und falls du jetzt Lust hast, mit Mandrel und Schieblehre loszulegen: Tu es mit Ruhe, Respekt vor deinem Körper und der Freude am Handwerk. Genau dafür steht Planetenbedeckung.de – wir begleiten dich von der Idee bis zum fertigen Stück. Viel Spaß beim Gestalten und Tragen!

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