Du liebst Schmuck, der Geschichten erzählt und zu deinem Alltag passt? Stell dir vor, du verstehst alle Ohrpiercing Arten & Platzierungen so gut, dass du deinen Look wie ein Moodboard zusammenstellst: logisch, leicht und verdammt schön. Genau darum geht’s hier. Du bekommst einen klaren Überblick von Helix bis Conch, planst mit einer Ear-Map dein persönliches Layout, lernst Materialien kennen und setzt minimalistische Clicker, Studs und Hänger selbst um – sauber, hautfreundlich und mit Werkstatt-Tricks, die Profis nutzen. Und ja, wir halten uns an eine wichtige Regel: Stechen gehört in die Hände von Profis. Du machst den Schmuck – wir zeigen dir, wie du ihn smart planst und hochwertig fertigst.
Wenn du dich schon einmal gefragt hast, ob dein Ohr „genug Platz“ hat, ob Helix und Tragus sich beißen oder welcher Hoop-Durchmesser gut sitzt: Du bist hier richtig. Ohrpiercing Arten & Platzierungen bestimmen den Komfort, die Optik und wie gut dein Schmuck im Alltag funktioniert. Lies weiter, hol dir Ideen, vermeide typische Fehler und kreiere Stücke, die du wirklich gern trägst.
Falls du vor deiner eigenen Ear-Curation einen fundierten Rundumblick brauchst, lohnt ein kurzer Abstecher zur Basis. Eine solide Grundlage zu Typen, Materialien und sicheren Routinen hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen – für Alltag, Sport und sensible Haut. Auf Planetenbedeckung.de findest du unter Piercing: Arten, Schmuck & Pflege eine strukturierte Einführung, die Begriffe klärt, Best Practices bündelt und dir zeigt, wie Ohrpiercing Arten & Platzierungen im Gesamtkontext funktionieren. So greifst du die Ideen hier sofort praktisch auf.
Beim Thema Größen wird’s schnell technisch, aber genau das macht den Unterschied: Gerade bei Hoops, Barbells und Clickern bestimmen Durchmesser und Drahtstärke, ob etwas bequem sitzt oder dauernd zickt. Statt zu raten, wirf einen Blick auf die Übersicht Piercing Schmuckgrößen (Gauge) Auswahl. Dort lernst du, wie Gauges in Millimeter übersetzt werden, worauf du bei Innen- und Außendurchmesser achten solltest und wie du Messfehler vermeidest. Diese kleine Entscheidungshilfe spart dir später polierende Nachtschichten und sorgt für bessere Ergebnisse.
Und falls du parallel andere Bereiche kuratierst: Nase und Septum lassen sich stilvoll mit dem Ohr verbinden, ohne dass es überladen wirkt. Inspiration und Praxiswissen findest du hier: Nasen- und Septum Piercing Varianten. Die Beispiele zeigen, wie Formen, Materialien und Finishes zwischen Ohr und Nase wiederkehren können, ohne redundant zu wirken. So planst du bewusste Bezüge, setzt feine Kontraste und entwickelst eine ganzheitliche Schmucksprache, die zu dir passt.
Von Helix bis Conch: Ohrpiercing-Arten im Überblick und passender DIY-Schmuck bei Planetenbedeckung.de
Jedes Ohr ist anders. Darum funktionieren bestimmte Formen, Größen und Gewichte je nach Stelle besser oder schlechter. Für eine stimmige Curation kombiniere die gängigen Positionen mit passenden Schmucktypen – leicht, flach, glatt an Knorpel, etwas mutiger am Lobe. Hier der Überblick, inklusive DIY-Ansätzen, die du in deiner Werkstatt (oder am Küchentisch mit guter Beleuchtung) umsetzen kannst.
Die Lobe-Familie: Lobe, Upper Lobe, Second/Third
- Lobe: Weiches Gewebe, kurze Heilzeiten. Perfekt für Studs, kleine Hoops, leichte Hänger. DIY: 0,8–1,0 mm Draht aus Silber oder 14K-Gold zu Mini-Creolen biegen; Kugelköpfchen anlöten, spiegelpolieren.
- Upper Lobe/Second/Third: Höher gesetzte Läppchen-Piercings für Stacking-Looks. DIY: Set aus 2–3 Aufsätzen (z. B. matte Scheibe, polierte Kugel, winzige Zargenfassung) für rhythmische Wiederholung im Layout.
Rand und Kante: Helix, Forward Helix, Industrial
- Helix: Außenrand des Ohrs. Leichte Clicker oder schmale Hoops funktionieren am besten. DIY: Sandgestrahlte, satinierte Oberflächen geben weichen Glanz und reduzieren Kratzer-Optik.
- Forward Helix: Vordere Helix nahe der Schläfe. Micro-Studs und sehr kleine Clicker. DIY: Mini-Discs aus 14K-Goldblech ausstanzen, Kanten fasen, hochglanzpolieren – low profile!
- Industrial (Scaffold): Eine Stange verbindet zwei Punkte, meist Helix zu Helix. DIY: Titanstange mit flachen, austauschbaren Enden (konkave Scheiben, Mikrosterne). Gewicht streng niedrig halten.
Innere Akzente: Tragus, Anti-Tragus, Daith, Rook, Snug
- Tragus: Knorpel vor dem Gehörgang. Flache Stecker vermeiden Druck. DIY: Zargen für 2–3 mm Cabochons, bündig gesetzt – nichts soll hängen bleiben.
- Anti-Tragus: Gegenüber vom Tragus. Kleine Hoops oder minimal gebogene Studs. DIY: Micro-Hoop mit sanfter U-Kurve.
- Daith: Tiefer innerer Bogen. Clicker mit offener Innengeometrie für Komfort. DIY: Tropfen- oder Herzform als subtiler Eyecatcher – glatt und kantenfrei.
- Rook: Knorpelkamm über dem Daith. Curved Barbells oder kleine Hänger. DIY: Leicht gebogener Stecker mit gehämmerter Textur für charaktervollen Mattglanz.
- Snug: Horizontaler Knorpelbereich. Schlanke, niedrig auftragende Designs. DIY: Schmale U-Form mit weichem Radius, um Druckspitzen zu vermeiden.
Statement in der Muschel: Conch (Inner/Outer)
- Inner Conch: Flacher Stud oder breiterer Clicker durch die Concha. DIY: Flache Teller-Studs (6–8 mm) mit seidenmattem Finish – groß genug für Statement, glatt genug für Komfort.
- Outer Conch: Großzügiger Hoop, der das Ohr umrahmt. DIY: Ultraleichter Hoop mit 1,0–1,2 mm Draht, sauber poliert und perfekt rund; optional mit abnehmbaren Charms.
Merke: Ohrpiercing Arten & Platzierungen beeinflussen die Machbarkeit deiner Designs. Knorpel liebt leicht, glatt, flach. Lobe verzeiht etwas mehr Gewicht und Spiel. Und ganz wichtig: Frische Piercings tragen ausschließlich professionellen Erstschmuck. Selbst gemachte Stücke sind für abgeheilte Piercings oder als dekorative Anhänger gedacht.
Platzierungen planen: Ear-Map & Layout-Ideen für Lobe, Helix, Tragus, Daith und Rook
Eine gute Ear-Map ist wie ein Stadtplan für dein Ohr: Du weißt, wo die Wege frei sind, wo Stau droht (Kopfhörer, Mützen, Helm) und an welchen Knotenpunkten Highlights wirken. So planst du dein Layout smart – und sparst dir Frust.
So erstellst du deine Ear-Map
- Fotos & Konturen: Frontale und seitliche Fotos bei Tageslicht. Konturen der Helix, Conch und Tragus auf Transparentpapier oder am Tablet nachzeichnen.
- Bestandsaufnahme: Markiere bestehende Piercings, vermerke Durchmesser und Drahtstärken des Schmucks. Notiere, wo es drückt oder hängen bleibt.
- Abstände planen: Zwischen zwei geplanten Punkten 6–8 mm Platz lassen. Bei Knorpel lieber langsamer expandieren und Heilzeiten respektieren (dein Piercer berät).
- Projektion bedenken: Wie weit steht ein Stud auf? Wie „groß“ wirkt ein Hoop? Skizziere Schatten, damit nichts kollidiert.
- Alltag testen: Kopfhörer auf, Mütze an, Brille rauf – wo reibt’s? Passe Positionen oder Schmucktypen an.
- Materialrhythmus: Wiederhole Materialien in 2er- oder 3er-Gruppen (z. B. Gold–Gold–Mattsilber), um Ruhe ins Bild zu bringen.
Layout-Ideen für verschiedene Looks
- Clean Minimal: Zwei bis drei Lobe-Studs in aufsteigender Größe, ein feiner Helix-Hoop, kleiner Tragus-Stud. Einheitliche Farbe für maximalen Flow.
- Textur-Mix: Gehämmertes Lobe-Paar, satinierter Helix-Clicker, seidenmatter Conch-Stud. Gleiche Legierung, unterschiedliche Oberflächen – subtil, aber spannend.
- Asymmetrie mit Fokus: Eine Seite mit Statement-Conch-Hoop, die andere Seite ruhig mit Lobe-Stack. Mikrokugeln als wiederkehrender Akzent verbinden die Seiten.
- Soft Statement: Outer-Conch-Hoop plus Upper-Lobe-Studs. Viel Fläche, wenig Gewicht.
Größengefühl: Durchmesser und Drahtstärken
- Hoops für Lobe: Ø 8–12 mm, Draht 0,8–1,2 mm (Komfort vs. Statement abwägen).
- Helix-Hoops: Ø 6–8 mm, Draht 0,8–1,0 mm – möglichst glatt, keine scharfen Übergänge.
- Daith/Septum-ähnliche Clicker: Ø 8–10 mm, Innenform beachten (Tropfen/Herz nur, wenn’s anatomisch passt).
- Conch-Studs: 5–8 mm Aufsatzgröße als Blickfang, dennoch low profile.
Pro-Tipp: Ohrpiercing Arten & Platzierungen zuerst auf Papier klären, dann Prototypen aus Messing oder Drahtresten biegen. So siehst du Verhältnis und Gewicht, bevor du edle Materialien nutzt.
Materialkunde für Piercingschmuck: Titan, Edelstahl, Silber, Gold sowie Holz- und Textilelemente
Material bestimmt Hautverträglichkeit, Gewicht, Haltbarkeit – und den Look. Die Faustregel: Was dauerhaft den Stichkanal berührt, sollte hautfreundlich und sauber poliert sein. Dekorative Elemente dürfen gerne kreativ sein, bleiben aber im Zweifel abnehmbar.
| Material | Eigenschaften | Vorteile | Hinweise | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| Titan (Grad 23, implantgeeignet) | Sehr leicht, korrosionsfest, anodisierbar | Hervorragend hautverträglich | Nicht klassisch lötbar; mechanisch fügen | Hoops, Stäbe, Basen für Clicker |
| Edelstahl (316L/VM) | Robust, formstabil | Alltagstauglich, preiswert | Nickel gebunden; Verträglichkeit prüfen | Clicker-Basen, Kettendetails |
| Silber (925) | Weich, sehr gut lötbar | Vielseitig, ideal für Aufsätze | Läuft an; Anlaufschutz/Politur nötig | Stud-Aufsätze, Charms, Hoops |
| Gold (14K/18K) | Korrosionsarm, edle Optik | Sehr hautfreundlich (legierungsabhängig) | Lot und Härte auf Legierung abstimmen | Premium-Studs, Zargen, feine Hoops |
| Niob | Ähnlich Titan, anodisierbar | Gute Alternative bei Allergien | Selten, teurer als Edelstahl | Hoops, minimalistische Clicker |
| Holz (versiegelte Harthölzer) | Warm, leicht, organische Haptik | Als Anhänger sehr angenehm | Nur für abgeheilte Piercings; trocken tragen | Charms, Inlays |
| Textil (Seide, Mikroschnur) | Ultraleicht, farbintensiv | Bewegung, Farbe ohne Gewicht | Feuchte meiden; abnehmbar gestalten | Quasten, austauschbare Hänger |
Hinweis: PVD-Beschichtungen können Farbe und Abriebfestigkeit erhöhen, ersetzen aber keine gute Grundpolitur. Bei Ohrpiercing Arten & Platzierungen, die viel Kontakt haben (Helix, Tragus), zählt die Basis – also hautfreundliches Metall, perfekte Kanten, glatte Oberflächen.
Schritt-für-Schritt: Minimalistische Clicker, Studs und Hänger selbst herstellen (ohne Stechen)
Du baust Schmuck, keinen medizinischen Erstschmuck. Saubere Arbeit, entgratete Kanten und glatte Oberflächen sind Pflicht. Wenn du Maße übernimmst: Jedes Ohr ist individuell. Messe mit weicher Schnur oder Schieblehre an deinem bestehenden Schmuck nach.
Projekt 1: Nahtloser Mini-Hoop (Seamless-Style)
- Material: 0,8–1,0 mm Silber- oder Golddraht, Ringdorn (Ø 6–10 mm), Seitenschneider, Feilen, Politur.
- Zuschnitt: Draht auf Umfang + 2–3 mm zuschneiden. Enden plan feilen, entgraten.
- Biegen: Um den Dorn wickeln, Enden auf Stoß ausrichten. Für „Seamless“ minimal überbiegen, bis die Spannung den Spalt schließt.
- Feinfinish: Kanten rundziehen, Innenfläche spiegelpolieren. Optional satiniertes Finish mit Scotch-Brite.
- Passform: Teste am Modell (z. B. Holzstab Ø passend). Wenn’s hakt, weiter polieren – nicht „drüber hinwegsehen“.
Projekt 2: Clicker mit Fertigscharnier
- Material: Fertig-Scharniersegment (Edelstahl/Titan), Ringband aus Silber/Gold/Titan, Lötzubehör (für Silber/Gold) oder mechanische Fügung (Titan).
- Aufbau: Ringband exakt ans Scharnier anpassen, Kontaktflächen plan schleifen.
- Löten/Fügen: Silber/Gold mit passendem Lot; Titan mechanisch: Nieten, Mini-Schraubhülsen oder Klemmverbindungen.
- Reinigung: Beizen (Silber/Gold), neutralisieren, polieren. Kanten abrunden, Scharnierfunktion testen.
- Deko: Zierleiste oder Mikroperlen entlang der Außenseite – leicht halten, damit der Click sauber schließt.
Projekt 3: Low-Profile-Studs mit Zargenfassung
- Material: 925er Silber oder 14K Gold, Zargenprofil für 2–3 mm Cabochons, vorgefertigte Stifte/Backings (threadless empfehlenswert), Lötsetup.
- Frontteil fertigen: Plättchen ausstanzen/sägen, Kanten fasen, Zarge anpassen und hartlöten. Stein zur Probe einlegen.
- Rückseite lösen: Statt Stifte anzulöten (heikle Lötstelle), nutze hochwertige Fertig-Stems und verbinde mechanisch (Mini-Niete, Gewinde- oder Stecksystem).
- Fassen & Finish: Cabochon einsetzen, Zarge zuschieben, polieren. Low-Profile prüfen: Nichts darf an Pulloverfasern hängen bleiben.
Projekt 4: Abnehmbare Hänger/Charms für Hoops
- Material: Dünnes Blech (0,4–0,6 mm), Mikro-Ösen (0,6–0,8 mm Draht), feine Kette, optional versiegelte Holzplättchen oder Textilquasten.
- Formgebung: Tropfen, Stäbchen, Mini-Monde. Kanten beidseitig entgraten. Lochungen sauber senken.
- Montage: Geschlossene Ösen verlöten oder sehr dicht schließen. Charms so gestalten, dass sie für Reinigung/Schlafen abnehmbar sind.
- Organik: Holz mit Öl/Wachs versiegeln, Textilenden sichern. Nur an abgeheilten Piercings tragen.
Maß-Check: Durchmesser richtig wählen
Miss den Innenabstand deines aktuellen Lieblingshoops. Alternativ: Lege eine Schnur locker um die Stelle, markiere und miss die Länge, teile durch π (3,14). So findest du einen Startwert. Ohrpiercing Arten & Platzierungen reagieren sensibel auf zu enge Ringe – besonders Helix und Daith. Etwas Luft ist angenehm, zu viel wirkt klobig.
Werkstatt & Werkzeuge: Biegen, Löten, Polieren – so entsteht hochwertiger DIY-Piercingschmuck
Gutes Werkzeug ist kein Luxus, sondern Zeitersparnis und Sicherheitsfaktor. Mit einer kleinen, fokussierten Ausstattung erreichst du Ergebnisse, die aussehen wie gekauft – nur persönlicher.
Deine Grundausstattung
- Formen: Ringdorne (3–12 mm), Rund- und Konusdorne, Holz- oder Nylonblöcke.
- Zangen: Flach-, Rund-, Kettenzange, Nylonbacken-Zange fürs kratzfreie Biegen.
- Schneiden & Sägen: Feinsäge (0/2–2/0), Seitenschneider mit sauberem Schnitt.
- Feilen & Schleifen: Nadelfeilen, Schleifpapier bis Korn 3000, Poliergummis.
- Löten: Brenner, passende Lote (hart/mittel/weich), Flussmittel, Keramikunterlage, Pickle-Beize.
- Polieren: Micromotor/Poliermotor, Polierpasten (Tripel, Rouge), Ultraschallbad, Tumbler mit Edelstahlkugeln.
- Sicherheit: Schutzbrille, Punktabsaugung, hitzefeste Handschuhe, saubere Werkbank.
Techniken, die Profis unterscheiden
Biegen ohne Macken: Zangenbacken abkleben oder Nylonbacken nutzen. Beim Runden den Druck verteilen und regelmäßig die Stoßkante kontrollieren.
Löten mit Gefühl: Wärme großflächig einbringen, erst dann zur Fuge führen. Weniger Lot ist mehr – Kapillarkraft arbeiten lassen. Direkt danach beizen, neutralisieren, gründlich spülen.
Polierstufen konsequent: Erst alle Kratzer raus, dann zur nächsten Körnung. Wer zu früh poliert, poliert nur Kratzer glänzend. Matte Finishes zum Schluss immer in eine Richtung ziehen.
Tumble-Finish: Edelstahlkugeln im Tumbler verfestigen die Oberfläche und sorgen für gleichmäßigen Glanz – super für Hoops und kleine Aufsätze. Voraussetzung: perfekte Entgratung.
Anodisieren (Titan/Niob): Sauber entfetten, dann mit definierter Spannung färben. Danach nicht mehr schleifen. Farbton ist spannungsabhängig – Musterstreifen anlegen!
Qualitätscheck vor dem Tragen
- Kanten mit Fingernagel prüfen – bleibt er hängen, weiterarbeiten.
- Scharnier/Clicker mehrfach öffnen/schließen – kein Spiel, klare Rastung.
- Oberflächen unter hellem Licht kontrollieren – Mikrokratzer fallen im Alltag stärker auf, als man denkt.
- Gewicht vergleichen – Knorpel bevorzugt ultraleicht.
Pflege, Finish & Aufbewahrung: Reinigung, Anlaufschutz und Hautverträglichkeit für selbst gemachten Schmuck
Guter Schmuck will gut behandelt werden. Pflege beginnt schon beim Finish: Je glatter die Oberfläche, desto weniger Schmutz haftet. Und je besser deine Aufbewahrung, desto länger bleibt der Glanz.
Reinigung im Alltag
- Silber & Gold: Mildes Seifenwasser, weiches Tuch, bei Bedarf Ultraschall (ohne poröse Steine, ohne Textil/Holz). Aggressive Silberbäder nur, wenn keine Organik/Steine beteiligt sind.
- Edelstahl & Titan: Seifenwasser, Alkoholwisch gegen Fettfilme. Keine Chlorbleiche, keine Stahlwolle.
- Organik: Holz trocken reinigen, ab und zu dünn ölen; Textilquasten vorsichtig auskämmen, vor Duschen abnehmen.
Anlaufschutz und Oberflächenpflege
- Silber: Luftdicht lagern, Anti-Tarnish-Streifen beilegen. Leichte Anläufe mit Poliertuch entfernen. Dünne Schutzlacke sind nur temporär sinnvoll.
- Gold: Sanft polieren, Fingerabdrücke entfernen. Bei Mattfinish mit Scotch-Brite auffrischen – immer in eine Richtung.
- Anodisiertes Titan/Niob: Nur sanfte Reiniger, keine abrasiven Mittel. Bei Kratzern muss neu anodisiert werden.
Hautverträglichkeit smart gedacht
Der Stichkanal sollte ausschließlich mit hautfreundlichen Flächen in Kontakt kommen: Titan, Niob oder hochwertiges Gold sind top. Silber und Edelstahl funktionieren bei vielen, aber nicht allen. Lösung: Basis aus Titan/Niob, Deko als abnehmbarer Charm aus Silber/Holz/Textil. So genießt du den Look – ohne deine Haut zu stressen.
Aufbewahrung, die wirklich hilft
- Sortieren nach Material: Silber separat mit Anti-Tarnish-Streifen, Gold weich gebettet, Titan/Edelstahl unempfindlicher.
- Weiche Fächer: Kleine Boxen, Röllchen oder Filztaschen verhindern Polierkratzer.
- Beschriften: Durchmesser und Drahtstärke notieren (z. B. „Helix-Hoop Ø 7 mm, 0,9 mm“), damit du Sets schnell neu kuratierst.
- Reise-Set: Mini-Etui mit Poliertuch, Ersatz-Backings, Mikrobeutel. Keine losen Teile in der Jackentasche – du weißt, warum.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Zu viel Gewicht im Knorpel: Leicht, flach, glatt hat Vorrang vor „größer, schwerer, auffälliger“.
- Unsaubere Kanten: Entgraten bis der Fingernagel nichts mehr spürt – dann noch einmal polieren.
- Legierung unterschätzt: Bei sensibler Haut direkt Titan/Niob/hochwertiges Gold wählen.
- Organik dauerhaft am Ohr: Holz/Textil abnehmbar gestalten, vor Sport/Dusche abnehmen.
Mini-FAQ (kurz & ehrlich)
Kann ich selbst stechen?
Nein. Stechen gehört zu Profis – Punkt. Du designst und fertigst Schmuck für abgeheilte Piercings.
Welche Drahtstärke für Hoops?
Oft 0,8–1,0 mm (Helix/Lobe). Für Statement-Lobe bis 1,2 mm. Immer auf Tragekomfort prüfen.
Silber bei sensibler Haut?
Kommt drauf an. Sicherer: Titan, Niob, hochwertiges Gold. Silber als Deko an hautfreundlicher Basis.
Wie groß sollte mein Helix-Hoop sein?
Meist Ø 6–8 mm. Individuell messen – lieber leicht luftiger als zu eng.
Was, wenn mein Clicker klemmt?
Kanten prüfen, polieren, Scharnier rastet nicht sauber? Besser ersetzen. Sicherheit vor Optik.
Zum Schluss das Wichtigste: Ohrpiercing Arten & Platzierungen sind kein starres Regelwerk. Sie sind dein Werkzeugkasten. Plane mit System, fertige mit Sorgfalt, trage mit Freude. Und wenn du tiefer einsteigen willst: Auf Planetenbedeckung.de findest du bebilderte Tutorials, druckbare Ear-Map-Vorlagen und Materiallisten, die dich vom Entwurf bis zum Finish begleiten – mit der richtigen Portion Handwerk, Herz und Humor.